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Thread: Bericht Namibia

  1. #1
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    Bericht Namibia

    Hallo Leute,



    war gerade 14 Tage in Namibia unterwegs zur Bogenjagd. War sehr schön und erfolgreich. Sehr viele schön Erlebnisse gehabt und auch einiges erfolgreich gestreckt.

    Schon mal meine Strecke vorab.

    1 X Oryx
    1 X Streifengnu
    2 X Warzenschwein
    2 X Tauben (okay, manchmal ist es halt auch langweilig)

    Da wir privat auf der Farm einen Freundes gejagt hatten, ging es hauptsächlich auf None-Trophy Stücke.

    Zum Schluss waren wir noch für 2 Jagdtage auf einer anderen Farm.

    Am letzen Tag ging es dann noch um Fleischbeschaffung und Schädlingsbekämpfung und da habe ich dann mit dem Gewehr noch einen Oryx, einen Schakal und einen Pavian geschossen.

    Weitere Details und Bilder später.

    Gruss


    Oliver


  2. #2
    Hast Du nicht was auf Deiner Streckenliste vergessen?
    Meinen nahen Verwandten, der auch nicht fliegen kann..........

    Gruß
    Dergl

  3. #3
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    Tach Du Nam-Dergl,

    hast ja Recht, den hätte ich bald vergessen. Ging wieder alles zu schnell.

    Hab noch einen Strauss mit dem Bogen erlegt, war ein geniales Erlebnis,

    Somit war es dann per Bogen:

    1 X Oryx
    2 X Warzenschwein
    1 X Streifengnu
    1 x Strauss
    2 X Tauben
    1 X Hase (den hatte ich auch vergessen)

    mit dem Gewehr dann noch:

    1 X Oryx
    1 X Schakal
    1 X Pavian

    Fangen wir mal mit den letzten und zuvor vergessenen Strauss an. Wir sitzen gerade im Blind, wird ein Strauss im Anmarsch gesichtet. Dann noch die Diskussion, wo man den beim Strauss hin schiesst. Wir einigte uns auf einen Schuss von der Seite, etwas vor der Keule und auf halber Höhe. Es gab zwar noch andere kreative Lösungsansätze, die recht sicher sogar effektiv sind, uns erschien die gewählte Lösung aber als praktikabelste Lösung.

    Und da war er schon am Wasser und sogar perfekt breit auf 20m, wäre da nur nicht die Henne hinter Ihm. Aber auch das Problem löste sich und die Henne zog weg.

    Der Pfeil traf perfekt wohin er sollte mit SF XL 125gr bestückt. Doch dann wurde es komisch. Der Strauss ging ganz normal und ruhig einige Schritte zur Seite und blieb rund 10m weiter stehen und schaute in der Gegend herum.

    Fragende Gesichter im Blind

    Nach rund 5 Sekunden, dämmerte wohl auch dem Strauss das etwas nicht stimmt (sind ja keine Schnelldenker) und Er fing an zu wanken um dann weitere 2 Sekunden wie ein Baum um zu fallen und regungslos liegen zu bleiben.

    Da lag Er nun, mein erster Strauss.

    Anbei auch noch ein Bild vom gerupften Strauss, mit Position des Einschuss. Alle wichtigen Organe liegen wirklich weit vorne. Daher auch noch ein Bild am lebenden Objekt mit markiertem Treffersitz, dürfte neben mir noch andere geben, die hier noch unsicher waren.


    Gruss



    Oliver








    Gruss



    Oliver
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  4. #4
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    aber noch mal zum Anfang.

    Alle Blinds waren auf dem Boden und rund 20m von Tränken plaziert. Aktuell ist es sehr trocken in Namibia und so werden die Tränken sehr häufig angenommen.

    Stalking ist daher auch fast unmöglich, denn bei hohem und trockenem Gras, hört Dich jedes Stück viel zu gut.

    Die Blinds waren einfach aus einigen Stangen und Tarnnetz gebaut. Somit alles andere als sichtdicht, was die Sache nicht unbeding einfach machte.

    Am ersten Tag sitzen wir Nachmittags an. Es fängt an, dämmerich zu werden und bisher nix gesehen. Doch was kommt da? Langer Hals, eine Giraffe. Okay, noch mehr Hälse, noch mehr Giraffen. Es werden schliesslich 7 Stück. Wow, so nah hatte ich das noch nie. Die trauen aber dem Braten nicht und sind skeptisch und näher sich nur seeeehr langsam. Sind später aber bis auf 18m am Blind. Eine Giraffe vom Boden aus gesehen auf 18m ist übrigens sehr gross und imposant und 7 davon noch viel imposanter.

    2ter Tag Ansitz am frühen Morgen.

    Neben einigen Tauben und einer Riesentrappe tat sich nix. Doch dann tauchten recht spät 3 Oryx auf und kamen näher. Blieben aber auf etwa 60m stehen und fixierte das Blind. Das ganze dauert ewig und ich war hinter meinem Tarnnetz etwas unglücklich und zu Bewegungslosigkeit verdammt. Zumindest erkannte ich, das es ein Bulle und 2 Kühe waren.

    Nach rund 20 Minuten kam man näher ans Wasser, aber immer noch zu weit weg und dauernd auf das Blind äugend.

    Insgesamt dauerte es bald 45 Minuten, bis der erste Oryx am Wasser war. Endlich stand auch der Bulle an Wasser zudem breit und frei. Also, langsam ausziehen.

    Na ja, es musste ja was passieren, so dreht sich der Bulle und ging langsam weg. Blieb aber auf 27m noch mal stehen und perfekt quarter away. Der Pfeil traf tief und genau hintern Blatt, was mich schon mal glücklich machte.

    Die Flucht konnte ich nur kurz beobachten, da dann zu viel Busch dazwischen war. Nach 20 Minuten suchte ich den Pfeil, der lag wenige Meter hinter dem Anschuss und der Schweiss am Pfeil sah gut aus. Aber keine Schweissfährte.
    Auch weiteres Suchen und ablaufen eines Weges, den der Oryx nach 50m passiert hat, brachten keinen Schweiss.

    Okay, die Tracker mussten her. Ich gab die Fluchtrichtung an und man suchte erst mal quer, was auch den Erfolg brachte. Der Oryx lag nach rund 150m mit optimalem Schuss. Grosser Eintrittswunde hinterm Blatt, grosse Austrittswunde auf dem Blatt und quer durch die Kammer. Aber das ganze leider ohne signifikanten Schweiss. Warum, weiss ich nicht und ich verstehe es nicht so richtig. War übrigens eine SF XL 125gr. War aber auch der einzige Fall ohne ausreichenden Schweiss, das schon mal vorweg.

    Ich habe schon diverse Oryx geschossen, aber diese Antilope fasziniert mich jedes mal erneut. Für mich die schönste Antilope. Mal sehen wie die Shoulder-Mount aussehen wird.

    Bis später.
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  5. #5
    Hey Oliver!

    Freut mich, dass es so gut geklappt hat bei Jochen! Um den STrauß beneide ich Dich. Meiner ist ja ab durch die Mitte...

    Aber ist doch eine Reise wert, die Auas Lodge, was?


    Übrigens, warum hält dieser "Nam-Dergl" eigentlich nicht endlich mal die Schnauze? Ich denke, der braucht bald mal einen Denkzettel von mir

  6. #6
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    der nächste und übernächste Tag brachten jeweils eine Frischling auf die Strecke.

    Einen davon, leider nicht optimal, wie schon im Thread "Fehlschüsse" gemeldet.

    Frischling von 10kg (den wollten die zum Grillen am Spiess haben), steht am Wasser auf 18m spitz zu mir. Rotte erschreckt sich und Frischling dreht sich und steht breit. Im Moment der Schussabgabe sehe ich noch die Bewegung des Frischlings nach Vorne. Resultat ist ein Treffer in der Mitte und der Frischling klagt, ist aber hinten gelähmt, da die SF XL den Rücken (glüchlicherweise) mit erwischt hat. Sofort neuer Pfeil rein, nur schiess mal auf einen wild hüpfenden Frischling. Klappte aber und der 2te Pfeil traf nach rund 15 Sekunden Leidenszeit das Blatt und Frischling lag dann sofort.

    Braucht man nicht unbedingt so was und der kleine Kerl sah übel aus.

    Der 2te Frischling lief gerade mal 70m und fiel dann um. War diesmal mit einer Tekan 2 geschossen, da mir die SF XL doch etwas oversized (okay, gebe es zu, zu teuer) war.

    Frischlinge als Spanferkel zubereitet schmecken übrigens super.

  7. #7
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    hier noch Bilder der Spanferkel.
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  8. #8
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    in den nächsten Tagen ergaben sich einige Chancen, aber wie es nun mal so bei der Bogenjagd ist, fehlt oft noch eine Kleinigkeit, um eine Chance sicher nutzen zu können.

    Mal wurde man im letzen Moment entdeckt, oder das Wild stand nicht sauber, es stand nicht frei oder kam nur ganz kurz zum Wasser schöpfen, oder, oder, oder. Ihr kennt das, es gab aber viel und schönen Anblick. Zudem waren viele weiblichen Stücke hoch beschlagen und kurz vor dem Setzen.

    Mir fehlte jedenfalls immer noch mein Streifengnu.

    Und es kam dann auch. Es wurde schon dämmerich und es kamen Gnus ans Wasser, insgesamt 7. Alle knubbelten sich am Wasser und verdeckte sich gegenseitig. Das hilft immer ungemein beim Ansprechen. Es waren aber auch 2 Kälber vom Vorjahr dabei, ein kleines und ein grösseres und somit hatte ich mich auf ein Kalb fixiert. Das grössere Kalb ging auf die andere Seite vom Wasserloch und stand perfekt auf 20m quarter away, da stand aber auch noch eine trächtige Kuh und genau dahinter.

    In dem Moment wirft sich die Kuh auf den Boden und wälzt sich im Sand.

    Okay, das war der Moment und der Pfeil traf wunschgemäss direkt tief hintern Blatt, worauf der ganze Trupp fluchtartig verschwand. Mein Kalb zeichnete und drehte sich im Schuss und ich sah Schweiss an der Ausschusswunde austreten. Sah schon mal gut aus.

    Nun wurde es aber schnell sehr dämmerich, was tun? Ich wartete nur 10 Minuten und suchte dann den Pfeil, den ich auch schnell fand. Sofort am Anschuss auch Lungenschweiss und eine deutliche Schweissfährte auf dem Wechsel und den Wechsel folgend. Ich ging langsam nach.

    Das Gnu lag nach knapp 100m Fluchtstrecke. Endlich, mein erstes Gnu und alles glatt gelaufen. Ja, das sind die Momente für die man jagt.
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  9. #9
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    Nun wechselten wir die Farm und fuhren auf Empfehlung von Uli (danke, Uli!) zu Jochen Schindler auf die Auas Game Farm.

    Zum einen waren wir so schon sehr nah am Flughafen und zudem kannten wir diese Gegend schon und finden die Landschaft extrem schön. Wir hatten hier aber nur 2 Jagdtage.

    Auas ist auf Bogenjagd sehr gut eingerichtet und hat diverse professionelle und fest installierte Blinds. Man jagt auf 12.000 ha und in einer hügeligen und sehr schönen Landschaft (Auas Berge). Jochen ist selber Bogenjäger.

    Wild gibt es reichlich und wir haben sehr viel gesehen.

    Der erste Tag erbrachte den Strauss, später noch fast einen recht kapitalen Weissschwanz-Gnu Bullen. Der war aber nicht umsonst so alt geworden. Erst kam der überhaupt nicht ans Wasser und dann nur umgeben von seinen Damen, keine Chance zum schiessen.

    Da ich nur einiges mit dem Bogen geschossen hatte und Jochen anbot etwas Fleisch zu schiessen, ging es mit der 300 WinMag raus. Mit Schusswaffe jagt man dort nur per Pirsch und es gibt keine Ansitze. Das war spannend und schön. Okay, auch anstrengend, Jochen machte immer die Rennziege.

    Am Abend lag dann ein Oryx Bulle, ein Schakal und ein Pavian. Das war erfolgreich und mit viel Action verbunden. So ist auch Gewehrjagd interessant.

    Es gibt aber ein Problem auf der Farm, das Essen. War immer gut und viel und nun scheint meine Waage zu spinnen. Hat schon mal einer Giraffenfilet gegessen? Ich schon, denn Jochen hat das kredenzt und dazu noch Kalahari-Trüffel. Wow, war das lecker!

    Ich kann Auas uneingeschränkt empfehlen. Danke Jochen und Uli für den Tip.

    Auas hat übrigens auch ein Gehege mit 2 Leoparden. Hat man bei Übernahme der Farm geerbt, einfach umwerfend diese Leos.

    So, das war es.


    Gruss


    Oliver
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  10. #10
    Hör blöß auf! Beim Gedanken an Giraffenfilet bekomme ich sofort Pfützchen auf der Zunge Nie besseres Wild gegessen!

    Ach ja, bevor ich es vergesse :

    Weidmannsheil, Oliver!

  11. #11
    Oliver, auch von mir, ein kräftiges Weidmannsheil!
    Wie wird das noch werden bis Mai?
    Ich kann es jetzt schon nicht mehr erwarten!

  12. #12
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    Waidmannsheil Oliver !!!
    Danke für den Bericht.

  13. #13
    Dickes Weidmannsheil von mir aber beim nächsten mahl bitte die Bilder etwas größer wir werden alle älter . Schöner Bericht der läst mich meine 26 Tage bis zur Bogenjagd noch Träumen
    ______________________________ _____
    PSE Trieton 76 pf/PSE X-Force SS 80 pf/PSE X-Force7
    Easton 25/14
    German Kinetics 140 gr
    PSE Omen 74 pf

  14. #14
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    Waidmannsheil Oliver
    Well Done!!, great to read about your hunt, and nice pics.

  15. #15
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    Schöner Bericht.
    Ein kräftiges Waidmannsheil Oliver !

  16. #16
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    Waidmannsheil!
    Das ist des Jägers Ehrenschild, das er hegt und schützt sein Wild, Waidmännisch jagt wie sich's gehört, den Schöpfer im Geschöpfe ehrt.

  17. #17
    Waidmannsheil, Olli!

    Der Bogen-Oryx gefällt mir besonders.

    DB
    bogenjagdpraxis.de

  18. #18
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    Waidmannsheil Oliver,
    und danke für den/ die Berichte!!!


    Gruß Frank


    Der, der bis zur nächsten Bogenjagd noch ziemlich lange warten muss...

  19. #19
    Waidmannsheil Oliver und Danke für Bericht und Bilder, da kommt das Fernweh direkt wieder auf.
    http://www.nimrod-100.de
    - Mathews Z7x, Apex, Mathews, Limbsaver;
    - TNT Revolution,Viper, Ripcord, Limbsaver;
    - Elite GT 500, Gripwerks, Spott Hogg, Copper John, Trophy Ridge;
    - Scott Release,Carbon Express Maxima Hunter,Easton FMJ-DG,G5 Tekan II,SF, Muzzy

  20. #20
    Quote Originally Posted by nimrod-100 View Post
    Waidmannsheil Oliver und Danke für Bericht und Bilder, da kommt das Fernweh direkt wieder auf.
    Servus Frank, du Lebst ja doch noch?

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