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Discussion Starter #1
Hallo,

ich habe gerade von nem Arbeitskollegen die DJZ 09/06 vorgelegt bekommen.

Was haltet ihr denn von dem Bericht über die Bogenjagd...

Gruss

Marco
 

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Beginner said:
Hallo,

ich habe gerade von nem Arbeitskollegen die DJZ 09/06 vorgelegt bekommen.

Was haltet ihr denn von dem Bericht über die Bogenjagd...

Gruss

Marco
Ich habe die DJZ leider nicht, was sagt der Bericht denn aus????
 

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Der Artikel ist ganz ok und rückt die Bogenjagd recht sachlich mal wieder ins Gedächtnis der reinen Gewehrjäger.

Dass dort von "60Pfund-Auszugslänge" die Rede ist, stört auch nur die Eingeweihten.
Das Thema Sandeimer mit Gewehr und Bogen wird ebenfalls angeführt. Allerdings wird der (eventuell staunende) Leser darüber im Dunkeln gelassen, warum das so ist.:rolleyes: :)

Die Aussage, dass die Bogenjagd in Deutschland verboten sei, ist klar falsch und trifft nur auf einige Bundesländer zu, die in ihren Landesjagdgesetzen die "Sachlichen Verbote" aus §19 Abs.1 BJG erweitert und "Schalenwild und Seehunde" durch "Wild" ersetzt haben.

Der Autor heisst Bernd Kamphuis und gehört zur Redaktion. Den etwas euphemistischen Erläuterungen bezüglich der Bogenjägerausbildung im Schwarzwald mit "Crack der Szene" (Originalzitat) Chris Mozolowski, nebst Fotos, lässt dann eigentlich keine Zweifel mehr offen, aus welcher Ecke das kommt.

Vielleicht kann Chris ja noch ein bisschen was dazu erzählen. Er ist zwar Forumsmitglied und ließt ab und an mit, aber auf seinen ersten Post warte ich immernoch.

Ebenso wird ein Chris Eberhardt hervorgehoben, der schon zwei Bücher und Videos herausgegeben haben soll. Autor und Werke kenne ich allerdings nicht.

DB
 

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Hi,
habe den Artikel noch nicht selber gelesen kenne den Chris Eberhardt jedoch persönlich. Ich war auch schon mal mit ihm auf der Jagd. Er ist Bogen und Gewehrjäger und weiß was er tut oder schreibt. Persönlich bin ich ebenfalls sehr gut mit ihm ausgekommen. Ich muß mir wohl auch die DJZ holen um den Artikel nachzulesen.

beste Grüße Ralf:darkbeer:
 

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Discussion Starter #5
zu langsam...

...da ist mir Dugga wohl zuvorgekommen.

Ich als Nicht-Jäger (allerdings sehr interessiert) finde den Artikel nicht schlecht.
Die Jagd mit dem Bogen kommt dabei gut weg und wird nicht grundsätzlich als falsch erklärt.

Gruss

Marco
 

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Das anschließende Interview mit Chris M., nebst Kommentar der Redaktion, ist wirklich gut.

Kleiner "Widerspruch":
Auch, wenn in dem vorangegangenen Artikel bemerkt wurde, dass nur einer der Bogenjagdkursbesucher einen deutschen Jagdschein besitzt, wird mehrfach darauf hingewiesen, dass man ohne den Jagdschein des Heimatlandes niemals auf wirkliche Akzeptanz stossen wird......verständlicherweise.
 

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systembowtech said:
Die Bücher von Chris und John E.kann ich sehr empfehlen...(allerdings in engl.)


http://www.deer-john.net/
Habe Chris mal kurz auf der Jagd und Hund 2005 kennengelernt.
Netter Kerl.
Das Buch "Bowhunting Pressured Whitetails" von ihm und seinem Vater ist wirklich gut.
Behandelt wie der Titel schon sagt natürlich des Amerikaners liebstes Wild die "Whitetails".
 

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Ich fand den Artikel in DJZ recht gut, bis auf die oben schon genannten Ausreißer. Schön war die Mitteilung der Forschungsergebnisse, bzgl. Streßpegel beim Wild, aus Südafrika. Fakten sind immer gut.

Was ich nicht nachvollziehen kann, ist das der Langbogen/Recurvebogen als nachteilig, im Vergleich zum Compound, bei der Bogenjagd dargestellt wurde. Jede Bogenart hat seine Spezialgebiete. Flüchtigschießen und Pirschjagd sind sicher nicht die Topdiziplin von Compounds, seine ist die Ansitzjagd.

Ich will hier aber keine Diskusion lostreten.
 

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jens25 said:
Flüchtigschießen und Pirschjagd sind sicher nicht die Topdiziplin von Compounds, seine ist die Ansitzjagd.
Pirschen nicht mit Compound?
Mist, ich wusste doch, dass ich letzten 12 Jahre irgendwas falsch gemacht habe.

Wer mit dem Bogen, egal welcher Art, auf flüchtiges Wild schiesst, dem gehört das Gerät ohnehin um den Hals gewickelt.

jens25 said:
Ich will hier aber keine Diskusion lostreten.
Dann wäre ich mit so was auch eher vorsichtig.:wink:
 

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jens25 said:
Ich fand den Artikel in DJZ recht gut, bis auf die oben schon genannten Ausreißer. Schön war die Mitteilung der Forschungsergebnisse, bzgl. Streßpegel beim Wild, aus Südafrika. Fakten sind immer gut.

Was ich nicht nachvollziehen kann, ist das der Langbogen/Recurvebogen als nachteilig, im Vergleich zum Compound, bei der Bogenjagd dargestellt wurde. Jede Bogenart hat seine Spezialgebiete. Flüchtigschießen und Pirschjagd sind sicher nicht die Topdiziplin von Compounds, seine ist die Ansitzjagd.

Ich will hier aber keine Diskusion lostreten.
Grund ist sicher die Treffgenauigkeit. Ohne der Holzklasse auf die Füße treten zu wollen :wink:
 

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Discussion Starter #13
"Pirschen nicht mit Compound?
Mist, ich wusste doch, dass ich letzten 12 Jahre irgendwas falsch gemacht habe."

@ Dugga: Man lernt eben nie aus.... :wink:

Ich bin der Meinung, auch mit einem Recurve oder Langbogen (die richtige Abstimmung natürlich voraussgesetzt), kann bis auf ca. 20-25 m recht genau schiessen. Ich kenne jedenfalls Leute die das können, ich kanns (noch) net.

Mit ausreichend Training sollte das auch für einen nicht Howard Hill oder Byron Ferguson möglich sein.

Der Trainingsaufwand (um wirklich akkurat schiessen zu können) mit nem Recurve/Langbogen ist aber sicherlich wesentlich höher als mit nem Compound.

Ich lass mich aber gerne von den "alten Hasen" hier belehren.

Von mir aus können wir ruhig drüber diskutieren :rolleyes:

Gruss

Marco
 

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Beginner said:
"Pirschen nicht mit Compound?
Mist, ich wusste doch, dass ich letzten 12 Jahre irgendwas falsch gemacht habe."

@ Dugga: Man lernt eben nie aus.... :wink:

Ich bin der Meinung, auch mit einem Recurve oder Langbogen (die richtige Abstimmung natürlich voraussgesetzt), kann bis auf ca. 20-25 m recht genau schiessen. Ich kenne jedenfalls Leute die das können, ich kanns (noch) net.

Mit ausreichend Training sollte das auch für einen nicht Howard Hill oder Byron Ferguson möglich sein.

Der Trainingsaufwand (um wirklich akkurat schiessen zu können) mit nem Recurve/Langbogen ist aber sicherlich wesentlich höher als mit nem Compound.

Ich lass mich aber gerne von den "alten Hasen" hier belehren.

Von mir aus können wir ruhig drüber diskutieren :rolleyes:

Gruss

Marco
Ich bin der Meinung solange man nicht regelmäßig auf 20-30m einen Bierdeckel :darkbeer: trifft sollte man nicht jagen. Bei der Jagd wird's dann wegen der Aufregung, Gelände, Licht etc. eh bisschen ungenauer.
 

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Ich habe nicht geschrieben man solle auf flüchtiges Wild schießen, mir ging es nur um Potentialbetrachtung. Auf ein abfliegendes Huhn zu schießen ist mit einem Recurvebogen mit Sicherheit leichter als mit einem Compound, aufgrund des fehlenden let off.

Unter gegebenen üblichen und vom Gesetz vorgebenen Rahmenbedingungen ist ein Coumpound der bessere Bogen. Die Treffgenauigkeit ist beim Compound tendenziell natürlich höher.

@ Dugga Boy

Nein, du hast nichts falsch gemacht, natürlich kann man mit einem Compound pirschen gehen. Ich würde ihn nicht schleppen wollen. Das Let off finde ich beim zügigen Schießen extrem störend.

@beginner

Natürlich ist der Trainingsaufwand sehr hoch, beim instinktiven Schießen.

@algiz

So eine hohe Treffgenauigkeit ist aufgrund der Größe der tödlichen Trefferzone nicht nötig. Beim instinktiven Schießen stört mich Gelände und Licht reichlich wenig. Wenn ich bei Dämmerung nur noch schlecht sehe packe ich eh ein.

Gruß
Jens
 

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jens25 said:
Ich habe nicht geschrieben man solle auf flüchtiges Wild schießen, mir ging es nur um Potentialbetrachtung.
Stimmt!


jens25 said:
Auf ein abfliegendes Huhn zu schießen ist mit einem Recurvebogen mit Sicherheit leichter als mit einem Compound, aufgrund des fehlenden let off.
Aber jetzt hast Du's getan.
 

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@Dugga

Ich dachte der nächste Satz würde als Erläuterung ausreichen::rolleyes:

"Unter gegebenen üblichen und vom Gesetz vorgebenen Rahmenbedingungen ist ein Coumpound der bessere Bogen. Die Treffgenauigkeit ist beim Compound tendenziell natürlich höher."


Jens

PS: Was konkret hat Dich zu der Entscheidung gebracht den 440 B für Deine Jagdspitzen zu verwenden? Wie war/ist Dein Anforderungsprofil? Wenn es schon ein Thema dazu gibt,
schreib mir bitte den Link.
 

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jens25 said:
@Dugga

Ich dachte der nächste Satz würde als Erläuterung ausreichen::rolleyes:

"Unter gegebenen üblichen und vom Gesetz vorgebenen Rahmenbedingungen ist ein Compound der bessere Bogen. Die Treffgenauigkeit ist beim Compound tendenziell natürlich höher."
Sorry, kapier ich immer noch nicht.
Welches Gesetz ist denn hier gemeint?

DB

PS:
Gibt noch kein Thema dazu.
Anforderungsprofil wie bei fast allen Gebrauchsklingen. Möglichst beste Kombination aus Schneidhaltigkeit und Nachschärfbarkeit. Die Wärmebehandlung erachte ich allerdings wichtiger als die Legierung.
OT-Ende.
 

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Die Frage ist wann kommt der wandel...

was mich am meisten interessiert, ist wann endlich der Wandel kommt! Wann kann man sich mit dem Bogen in den Wald trauen ohne gleich die Polzei und nen dutzend Waidmänner am Hals zu haben.
Ich habe in den letzten zwei Jahren ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Grade letzten Dienstag hat sich der Jagdaufseher von uns mal wieder vorgestellt! (also der indem unser 3d Vereins-Pacour liegt) Ich stand am Auto hatte grade meine Runde gemacht....
Zugegeben ich hatte meine DeerHunter-Ramjacke an und die dazugehörigen Gamaschen an. Naja ist halt eben den Anforderungen beim schiessen gewachsen und bequwem, aber schon hatte ich wieder ein Gespräch am Ohr was mich als potenzieller Wilddieb abstempelte.
Auf der anderen Seite mache ich immer wieder Erfahrungen genau in die andere Richtung (wir haben ein Hotel und immer wieder Jäger zu Gast). Wenn ich dann auf Leute treffe die mich beim einschiessen beobachten und interessiert rankommen - bin ich natürlich bereit auch zu erzählen und zu zeigen! Komisch ist nur das grade wenn man sich das Alter anschaut, kann ich nicht sagen, das die jüngeren Jäger aufgeschlosener sind. Ich habe auch schon einen Jäger soweit bekommen mal mit auf unseren Pacour zu kommen. Der war dann sehr beeindruckt, nach dem er selbst geschossen hat (mit meinem Bogen) und sofort richtig erkannt "was für eine hohe Anforderung an den Bogenjäger gestellt wird - und zwar Ehtisch als auch an Jagdpraxis! Naja ich denke zu Weihnachten kommt sein neuer Bogen....:wink:

Aber wenn wir alle in diesem kleinen Schritten zum Ziehl gehen, das die Bogenjagd vielleicht mal irgendwann in Deutschland erlaubt wird.....
wie alt muss ich denn dann werden???
 

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Was man nicht kennt, lehnt man erstmal ab, bevor man sich näher und sachlich informiert.
Von diesem menschlichen Zug sind natürlich auch Jagdscheininhaber nicht frei.

Ehrlich gesagt, in meinem/unserem Revier bin ich auch lieber allein. Freizeitsportler stören eigentlich nur; es ist aber nunmal ihr Recht den Wald zur Erholung zu nutzen.
Hierzulande muss man extrem viel an Zeit und Geld investieren, um das Revier in Ordnung zu halten. Demnach kann ich etwaiges Misstrauen schon nachvollziehen.

Der Jäger, der mit Dir schiessen war, ist ne tolle Sache und sollte viel häufiger vorkommen. Er erzählt mit Sicherheit auch seinen Kollegen davon.

Gesetzlich verboten ist die Jagd mit Pfeil und Bogen lediglich in 4 unserer 16 Bundesländer. Allerdings gibt es noch keinerlei gesetzliche Richtlinien (Befähigungsnachweis, Pfeilgewicht, Bogenequipment, Spitzen etc.), die den Bogen als Waidwerkzeug einstufen.
Bis das soweit ist, könnte man zwar in den übrigen Bundesländern, Niederwild (außer Rehwild), Raubzeug und faunafremde Arten bejagen(Jagdschein und Begehungsrecht für das jeweilige Revier vorausgesetzt), aber anraten möchte ich das nicht.

DB
 
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